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Deutschland ist ein Top Industrie Standort - uns geht es gut!
Mehr als 125 Jahre "Made in Germany" sind eine einmalige Grundlage!

Uns geht es Gold - sind wir gewappnet für die nahe Zukunft?

Die Welt: Deutschland gerät in der Krise in den Abwärtssog?!


Gestandene Experten geben ihre Sicht auf:

  • was funktioniert in Deutschland (bereits) gut?

  • wo sollte verbessert/verändert werden?

... und stehen Ihnen für Gespräche zur Verfügung!


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Ulf Leonhard im Interview mit venturate

Venturate: “Spitze bleiben”; das klingt so als wäre der Name Konzept. Was liegt in Deutschland im Argen, dass man so ein Event veranstaltet?

Ulf Leonhard: “Im Argen” möchte ich gar nicht sagen… Es geht darum, unseren Wohlstand und unseren wirtschaftlichen Status, der in der Welt einmalig und führend ist, zu erhalten. Die Fragen nach “mehr” sollten sich in Richtung “Festigung” bewegen. Wir sind ein hochindustrialisiertes Land mit einer intakten Umwelt, mit beispielsweise einem Flächenanteil von 33% Wald – das ist fast einmalig! Es geht um weniger Bedenken(träger), Bürokratie, Regelungen, mehr Offenheit und Mut für Neues – insbesondere bei der Öffentlichen Hand. Dieser Mut beinhaltet auch, Unternehmer einfach mal tun zu lassen, ohne sofort alle regeln zu wollen. Der Staat sollte sich auf “Entgleitungen” richten statt die 97% “Gesetzestreuen” noch mehr gängeln. Wir sind ein Top-Forschungs- und Wissenschaftsstandort mit Hunderten von universitären und außeruniversitären Einrichtungen und machen noch nicht genügend daraus

Venturate: Auf der Veranstaltung werden wir sicher Antworten auf diese Fragen bekommen. Aber vorab und in den großen Linien gesprochen: Was muss sich in Deutschland ändern, damit wir tatsächlich “Spitze bleiben”?

Leonhard: Meine persönliche (!) Meinung ist, dass die derzeitige Wirtschaftslage doch einige Defizite in unserem Land überdeckt:

  • Überbordende Bürokratie, Regelungs- und Vorschriftenwahn auf Bundes- , Landes- und Regionalebene. Wir müssen nicht alles im Unternehmerleben regeln wollen. Etwas mehr Laissez Faire täte uns allemal gut.
  • Realitätsferne Politiker, die Gesetze “machen”
  • Transfer aus der Forschung/Wissenschaft in die Wirtschaft;
  • Steuerregelungen (nicht Höhe!);
  • Kalte Progression endlich abschaffen
  • Mentale Einstellungen zu Unternehmertum und Innovationen
  • Technologieakzeptanz
  • Genehmigungsverfahren und Zuständigkeiten in “Behörden” (einfacher, schneller…)
  • IP Schutz
  • Erleichterung Migration auch von Nicht-EU Ländern
  • Einfach insgesamt mehr Pragmatismus weniger Diskussion
  • Mineralölsteuer in voller Höhe für den Straßenbau und -erhalt verwenden; dann erübrigt sich auch die Mautdiskussion


Venturate: Wer sollte an der Veranstaltung unbedingt teilnehmen?

Leonhard: Wir fokussieren die verarbeitende Industrie – vom Gründer bis zum Familienunternehmen aus der DACH-Region. Zudem bieten wir gerne auch Präsentation von “Ausländern”, die in Deutschland Kontakte suchen, in Englisch an. Hinzu kommen alle Arten von Fachberatern sowie Finanz- und Innovationsexperten. IHK Mitarbeiter und Wirtschaftsförderer zählen ebenfalls zu unseren Kern-Zielgruppen.

Venturate: Was kann ich als Teilnehmer konkret für mich mit nach Hause nehmen?

Leonhard: Wir organisieren keinen Kongress, wo auf dem Podium “VIPs” mit 40 Slides über eine Stunde auf die Teilnehmer einreden, um dann wieder nach ihrem Vortrag den Kongress zu verlassen. Unsere Sprecher bleiben den gesamten Tag und für die Teilnehmer ansprechbar! Außerdem: Gute Kontakte und/oder konkrete Lösungsansätze. Unser Anspruch für jeden Teilnehmer ist ein konkreter Kontakt, mit welchem im Nachgang geschäftliche Beziehungen angebahnt werden. Last, but not least: Jede Menge Ideen und Inspiration

Venturate: Können Sie schon verraten, wer bereits als Speaker bzw. Panelteilnehmer bestätigt hat?

Leonhard: Wir freuen uns über derzeit mehr als 160 bestätigte Sprecherinnen und Sprecher: Konzernvertreter, Familienunternehmen, Professoren & Forscher, Managementexperten, Bankenvertreter & VCs, ungewöhnliche Personen. Diesen stehen alle online sortierbar nach Namen und vertretenen Unternehmen!

Venturate: Wie sieht das Rahmenprogramm zum Event aus?

Leonhard: Wir bieten leckere Verpflegung und genügend Pausen sowie ein Foyer und eine große Terrasse fürs Networking. Am 08.10. gibt es einen Kick-off Empfang, am 09.10. bieten wir ein Dinner (separate Anmeldung!) mit Tischordnung an. Einige Unternehmen werden zudem kleine Stände aufbauen.

Venturate: Wie kommt man an Tickets, wenn man dabei sein möchte?

Leonhard: Einfach unter www.spitze-bleiben.de “Anmeldung” buchen; unseren Gebühren beginnen bei nur Euro 420 für eine einfache Teilnahme! Eine Präsentation kostet Euro 730 einschließlich 2 Personen.

Inhalte und Motivationen von "Spitze bleiben"

Gesetze, Verordnungen, Bestimmungen, Normen & Standards, Vorschriften – allgemein: Regeln – gehören selbstverständlich zu einer modernen Industriegesellschaft und Wirtschaft wie unser Land.

Regeln finden sich auf Bundes-, Länder- und regionaler Ebene ebenso wie die Umsetzung und Einhaltung durch diverse Institutionen überwacht wird.

Innovationen bzw. innovative Technologien werden in Deutschland hervorragend (finanziell) gefördert (z.B. Förderprogramme der KfW und Förderbanken aus Länderebene, ländereigene Beteiligungsgesellschaften, High Tech Gründer Fonds, ZIM Programm, mehr als 150 Venture Capitalgesellschfaten, Business Angel Netzwerke....); Forschungseinrichtungen (z.B. Fraunhofer) und Universitäten setzen auf eigene Transfereinrichtungen zur Verwertung in der Wirtschaft.

Unserer Wirtschaft geht es gut; wir sind zu Recht stolz auf High-Tech made in Germany. Doch passen unsere Gesetze, Verordnungen, Vorschriften, Normen und – nicht zuletzt – Einstellungen zu diesen Entwicklungen?

Die internationale Vernetzung und der einhergehende Wettbewerb nimmt stetig zu – können wir uns „Da haben wir unsere Vorschriften….das geht so nicht….“ noch erlauben?

Unser Forum befasst sich deshalb mit folgenden Fragestellungen:

  1. Wie praxisgerecht bzw. realitätsnah sind Gesetze und Vorschriften – wo fördern sie – wo behindern sie – aber auch: wo fehlen – nach Meinung von Unternehmen – eindeutige Regeln?
  2. Funktionalität der Aufsicht und Kontrolle der Vorschriftenumsetzung (Bundes- und Landesämter sowie – anstalten) sowie der Informationsversorgung und Förderung (z.B. Erschließung von Auslandsmärkten)
  3. Genehmigungsverfahren
  4. "Zuständigkeiten"
  5. Statistische Pflichten
  6. Zusammenwirken von „Behörden“ und Unternehmen
  7. Innovations- und Technologieakzeptanz: Gewinnung von Erstkunden bzw. – anwendungen – wie willkommen sind Neue Technologien und Verfahren bei möglichen Anwendern (Kunden) und wie werden diese in der Beschaffung öffentlicher Institutionen behandelt?
  8. Neugründung von Unternehmen („Start-ups“)

Good Practice (Unternehmenspräsentationen):

Unternehmen stellen ihre Fälle gut funktionierender Zusammenarbeit mit Behörden, Forschungseinrichtungen oder Wissenschaft vor.

Erfahrungsberichte von Unternehmern:

  • Wo wurde bzw. wird unkompliziert und "unbürokratisch" unterstützt (Erfolgsgeschichten)
  • Wo sind  die Unternehmensförderer, die (gesetzliche) Rahmenbedingungen im Sinne von Unternehmen setzen und ausführen (Cluster, Inkubatoren....)
  • Wo funktioniert eine gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und „Behörden“ – wie drückt sich das aus

Better Practice Panel:

  • aus Deutschland und international (was funktioniert in…. besser und warum?)
– können deutsche „Behörden“ davon lernen? Sind diese Verfahren übertragbar?
  • Panel mit „Pragmatikern“ aus der (öffentlichen) Verwaltung… Auslegungs- und Ermessensspielräume nutzen, regionale Initiativen, Cluster.

Bad Practice (Unternehmenspräsentationen):

  1. Widerspruch zwischen Anspruch ("Deutschland innovativ!") und Wirklichkeit („das müssen wir erst einmal prüfen  - das kann so nicht funktionieren..... da haben wir unsere Vorschriften... das ist nicht genehmigungsfähig....“)

Erfahrungsberichte (Präsentationen) von Unternehmern (!):

  1. Wo wurden wie unternehmerische Initiativen verzögert und verhindert
  2. Wo wird unternehmerisches Wachstum behindert oder verzögert
  3. Mit welchen Folgen
  4. Wo finden sich die Bedenkenträger und welche Art von Bedenken finden sich
  5. Warum gibt es eigentlich überhaupt Bedenken – wie drücken diese sich aus

Bedenken  = Bürokratie?!

  • Wie Gesetze und Verordnungen Bedenken erleichtern und fördern
  • Wo fangen eigentlich „Bedenken“ an?
  • Woher rührt eigentlich die häufig erlebte Nicht-Kompatibität zwischen „Behörden“ und Unternehmen?

Special Panel:


Unternehmen auf der Suche nach Erstkunden (Referenzkunden) stellen sich vor – Forschungseinrichtungen und Unternehmen stellen marktfähige Innovationen möglichen industriellen Anwendern vor.

Eine – neben der Finanzierung – offensichtliche wenn nicht dominante Hürde für neue Technologien, Verfahren, Produkte ist die Gewinnung erster (mutiger?) offener Kunden (gegen das „Not Invented Here – Symptom), die einfach einmal das Produkt bzw. die Technologien „ausprobieren“ wollen (Inkubatorfunktion) zur Schaffung von Referenzen:

  • Innovationen stellen sich erste möglichen Kunden und Anwendern vor
  • Unternehmer suchen Partner für den Prototypenbau/Rapid Protyping
  • neue Technologien, die bestehende und angewandte verändern, gefährden oder überflüssig machen könnten die billiger, effizienter und langlebiger sind als bestehende
  • Brauchen wir mehr Unternehmen mit Inkubatorfunktion …?
  • Was machen eigentlich Deutschlands Großunternehmen und große Mittelständler hier ---?
  • Wie geht man mit Anfragen von Unternehmen (möglichen Lieferanten) mit neuen Technologien um?